zurückgelassen, entwurzelt, versteckt

26.01 – 24.03.2017, bi’bak, Berlin
mit Malve Lippmann und Maike Suhr

In der Veranstaltungsreihe  Zurückgelassen, entwurzelt, versteckt: Eltern- und Kinderschicksale der Arbeitsmigration werden in fünf Filmen und drei Lesungen in Anwesenheit von Regisseur*innen und Autor*innen internationale Geschichten von zerrissenen Familien im Kontext der Arbeitsmigration beleuchtet. Die Reihe thematisiert damit ein Kapitel der Migrationsgeschichte und -gegenwart, das bisher oft vernachlässigt wurde.

Die Kinder, die mindestens ohne ein Elternteil aufwachsen oder von ihren Tanten und Großeltern großgezogen werden, weil die Eltern im Ausland arbeiten, bezeichnet man als „Kofferkinder“, „Pendelkinder“ oder auch „Eurowaisen“. In den 60er und 70er Jahren sollen allein rund 700.000 Kinder türkischer Arbeitsmigrant*innen ihre Kindheit zwischen Deutschland und der Türkei verbracht haben, dazu kommen zahlreiche Fälle aus Griechenland, Italien, Portugal, Marokko, Spanien, Tunesien oder Jugoslawien aus der Zeit der Anwerbeabkommen. Heute sind es gerade die osteuropäischen EU-Länder, aus denen ein beachtlicher Teil der Bevölkerung im Westen arbeitet, weil es im eigenen Land keine Möglichkeit gibt, genug Geld für die Familie zu verdienen. Aber auch in anderen Ländern auf der ganzen Welt ist dieses Schicksal der zurückgelassenen Kinder von Arbeitsmigrant*innen traurige Realität.

Mehr Infos zur Reihe finden Sie hier.

bi’bakino wurde gefördert durch die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin (LEZ)
bi’bax
change wurde gefördert durch den Aktionsfonds des QM Soldiner Strasse im Rahmen des Programms Zukunftsinitiative Stadtteil Teilprogramm Soziale Stadt – Investition in die Zukunft.

Lo Stagionale (Alvaro Bizzari, 1972)